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Es folgt nun ein ziemlich ausführlicher Bericht, inklusive Fotos, in denen ihr meinen – wie ich finde – stetigen Fortschritt sehen könnt. Manche werden das kennen…Man versucht immer mal wieder Ordnung zu schaffen und legt alles fein säuberlich zusammen, nach einer Woche dann aber wieder Status Quo.

Trotzdem weiß ich es heute besser, dass es nicht an Faulheit oder einem angeborenen Chaostalent lag, nein, es ist einfach so: Und wenn du nie darüber nachdenkst, ob ein Löffel vielleicht besser wäre, dann isst du eben weiter mit dem Messer…. Auch heute geht es mir nicht um eine gewisse Anzahl der Kleidung, denn hätte ich alles getragen, wäre es in Ordnung gewesen. Ich hatte auch merkwürdigerweise mehr „Schlafshirts“ und „irgendwie Shirts“ als das, was mir wirklich gefallen hat.

Wenn manche nun vielleicht sagen: „Ich habe sogar noch mehr!“ dann bedenkt dabei, dass auf dem Bild nichtmal alle meine Klamotten zu sehen sind. Und ich glaube sogar, dass ich mit dieser erschreckenden Menge noch unter dem Durchschnitt der firstworld liege. So sieht der Schrank dann eben aus, wenn man ganz normal aufräumt. Ich hatte ja schon öfters aussortiert und ich bin auch weiß Gott keine Shopping Queen die jeden Monat neue Sachen kauft. Allerdings spürte ich schon an diesem Tag, dass ich nochmal das ganze durchgehen wollte, weil ich Sachen wieder eingeräumt hatte, die mir eigentlich gar keine Freude machten. Inspiriert durch der bloßen Frage, ob einem Dinge noch Freude machen, ging es nochmal eine runde los.

Dadurch, dass ich weniger Klamotten hatte, bemerkte ich auch ganz praktische Dinge, wie z.B. dass Kleiderschränke zum Horten einladen und für den Alltag generell einfach unpraktisch sind. Natürlich wusste ich nicht, wie sich das mit dem Staub verhalten würde, im Internet fand man keine wirklichen Erfahungsberichte, nur Vermutungen.

In Realität war der Schrank zwar ebenso schön wie hier, aber eben viel zu groß.

Ich wusste auch genau, dass er keinen weiteren Umzug mitmachen würde, nachdem ich ihn durch die halbe Weltgeschichte immer wieder mitgenommen hatte.

Ja und selbst dieses Alltagsbild war so viel überglücklicher als ein Schrank voller Dinge. Ich kann euch diese Frage nun beantworten: Wenn ihr die Kleidung tragt und nicht ein Zimmer voller Stangen habt (bei vielen das „offene Anziehzimmer“) dann ist das absolut kein Problem.

Ich habe bisher absolut kein Problem gehabt, obwohl leichte Stauballergie, und diese Option ja nun auch über ein Jahr getestet. Alles „Kleinteilige“ wie Unterwäsche, Socken etc. gehört für mich hinter verschlossene Türen, würde aber für mich im jetzigen Status (2018) auch keinen Unterschied mehr machen, da ich die Sachen so regelmäßig trage und wasche, dass der Staub nicht mehr hinterherkommt ;) Natürlich hat man aber immer noch sowas wie einen Schal (gerade wollte ich Schals schreiben und dann ist mir aufgefallen, dass ich nur noch einen habe :) ), Mütze und Co, wofür Kommoden praktischer sind.

Eine Stange ist also meiner Meinung nach eher was für Leute, die wirklich fähig sind, ehrlich zu sich selbst zu sein und keinen maximalen „Shopping-Haul“ Lebensstil führen oder dann eben öfters aussortieren :) . Endlich konnten wir easy zum Fenster laufen, da keine sperrigen Möbel den Weg versperrten. Das Bett wurde oft umgestellt, man hat ja nun die Chance, viel auszuprobieren :).

Nach meiner 1-monatigen Asienreise und einem viel zu vollen Rucksack, wurde mir daheim wieder klar, an welchen Stücken ich nur emotional hänge, die ich aber eh nie anziehe. Vielleicht lag es daran, dass ich auf meiner Reise so viel „echte Materialien“ und weniger Plastik als daheim gesehen hatte, aber als nächstes machten mir die Plastik Kleiderbügel keine Freude mehr. Jedoch war Holz schöner und natürlich besser, ich lebe ja im Moment ja auch nicht aus dem Koffer.

Ich tendierte immer stärker nach einer stilvollen Wohnung, die nicht zugestellt sein sollte. Außerdem machten die Rollen das Ding etwas klobig und die Ablage wirkte sehr einengend auf das Gesamtbild. Als neue Lösung interessierte ich mich sehr für schwebende Stangen, jedoch kam ich davon ab, weil rein physikalisch gesehen eine Stange immer mitschwingt, wenn man etwas darauf/etwas was dran hängt, bewegt.

Als weitere Option entdeckte ich eine Wandstange für 5 Euro, kleiner als die Kleiderstange und die Klamotten konnten frei hängen, ohne Begrenzung nach unten. Aber statt Hals über Kopf nun schnell die nächstbeste zu kaufen, schaute ich immer mal wieder nach Lösungen und verglich. Das ist überlegtes Einkaufen, für sich selbst zukunftsorientiert, statt dem Drang nach Neuem nachzugeben.

Letztendlich wurde es eine hohe Kommode von einem bekannten Möbelhaus (die 2h vor Ort Begutachten und Ausprobieren jeglicher Kommoden + Entscheidungsfindung wegen plötzlicher Preissenkung von blöden Kommoden die man eigentlich nicht wollte aber nun versucht ist sie zu kaufen, sich dann doch dagegen entscheidet und die nimmt, die man von vorne rein wollte, obwohl teurer und schwerer und obwohl auch nicht zu 100% perfekt aber zu 97%, lasse ich mal weg ;) )

Ich hatte auch lange mit einer relativ leeren Wand gelebt, die niedere Kommode viel nicht so auf. Aber auch hier machte ich es mir einfach/schwer: Ich wählte die kleinste Länge, sodass ich gar nicht erst versucht war, wieder alles vollzuhängen.

Nun ist alle meine Kleidung genau so aufgehoben, wie ich es mir wünsche und wie ich damit glücklich bin. Dass das nicht jedem gefällt, dass manche Menschen einfach lieber einen Kleiderschrank haben, manche Menschen noch mehr/weniger, sicher auch jemand das alles total schrecklich kahl findet…..tut hier und jetzt in meinem Beitrag nichts zur Sache.

Da dass aber leider immer wieder vereinzelt vorkommt und Leute sich einfach nur schnell die Fotos anschauen und nicht den Text lesen, nehme ich es kurz vorweg: So sehr man auch Gäste und ihr Wohlbefinden schätzt, seien es reale Gäste vor Ort oder virtuelle per Foto hier – am Ende halten sich genau 2 Menschen hier jeden Tag auf, denen muss es gefallen und das ganz ohne Rechtfertigung oder Erklärung. Umso schöner finde ich es, dass es auch Menschen gibt, die sich noch ehrlich für den Anderen freuen können. Ihr müsst euch dafür weder etwas kaufen noch irgendein Seminar belegen.

Bücher als 2…) Gesunder Menschenverstand Selbstreflexion und ehrlich sein zu sich selbst Offen sein für Veränderung. Dass auch mein teurer, schöner Kleiderschrank, den alle bewundern, nun eben genau das weiterhin sein darf. Nur eine Kommode und eine Kleiderstange – das klingt doch utopisch und würde niemals zu dir passen?

Ich hoffe das auch du, nachdem du gesehen hast, welche Veränderung von statten gehen kann, motiviert bist für DEIN nächstes Projekt, ob das nun der Kleiderschrank ist oder etwas ganz anderes. Und genau deshalb, darf die Gegenwarts-Anna auch einfach mal sagen: Das hast du gut gemacht, Anna. Und ich hoffe, du erlaubst auch dir selbst, einfach mal deine Fortschritte zu sehen und die die du anstrebst, sodass du das gleiche über dich sagst :)

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Vorher
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Nachher
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schrank1
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anna5
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Bild 26.06.18 um 17.27
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Vorher
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anna2
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