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(AMK), „ist so spannend wie ein Krimi, denn seine Erfindung führte in der Küche zu einer echten Revolution, die viele traditionelle Abläufe buchstäblich aufs Eis legte“. Mit der festen Behausung lagerten sie erstmals Gegenstände und Dinge des täglichen und gelegentlichen Gebrauchs, darunter auch Lebensmittel. Schon in der Antike holten sich die Alpenanrainer Eisblöcke von den Bergen, um ihre Nahrung vor dem Verderben zu schützen. Daneben haben sich viele Völker im Laufe der Jahrhunderte einfallsreiche und kühle Aufbewahrungsorte für verderbliche Speisen geschaffen. In den Burgen des Mittelalters waren in den dicken Wänden Nischen mit schweren Holzklappen eingearbeitet, die die Temperatur niedrig hielten. Ob in Tongefäßen oder schweren hölzernen Fässern und Truhen, der damals nicht so wie heute gute gedämmte Keller war Jahrhunderte lang idealer Aufbewahrungsort für schneller verderbliche Lebensmittel.

In den 1950er Jahren, als der Kühlschrank seine Erfolgsgeschichte auch in Deutschland und Europa antrat, war es für die meisten Familien üblich, Käse, Butter, Milch und Fleisch im Keller zu lagern. Niemals beheizt und stets mit einem Fenster versehen lagerten hier frisches Gemüse und Obst sowie Milcherzeugnisse und rohes Fleisch.

Außerdem wurde vielerorts in den kalten Monaten einfach die Außenfensterbank der Küche als Kühlschrank benutzt. Sie wurden mit Haken von den Lastkutschen gezerrt, bevor sie ihren Platz im sogenannten Eisschrank fanden, einer mit Dämmstoff und Holz ausgerüsteten Kiste, in deren Mitte frische Produkte lagerten.

Immer mehr Haushalte leisteten sich diese damals als absolut luxuriös angesehene Versorgung und genossen ihre so gewonnenen Konsumvorteile. Heute wird aus dieser Tradition in einigen deutschsprachigen Regionen statt Kühlschrank immer noch Eisschrank gesagt.

Aber jetzt konnte das tägliche Einkaufen reduziert werden, es reichte nun aus, zweimal in der Woche zu gehen und die Nahrung ohne Angst um Verderb im schicken Kühlschrank aufzubewahren. Die Solitäre standen dabei meist auf Beinen, sahen sehr dickwandig und gewölbt aus und hatten runde Ecken. Ein überaus stabiler, demonstrativer Öffnungsgriff aus Chrom erinnerte visuell und auditiv an die Türöffner der US-amerikanischen Straßenkreuzer.

Dabei waren Tiefkühltruhen in dieser Zeit wahre Luxusgüter, denn sie brauchten Platz und hatten hohe Anschaffungskosten. Ebenso verkleidet wie ihre kleinen Vorgänger fanden sie einen integrierten Platz in der modernen Einbauküche. Oben war – und ist – ihr Kühlschrank, während unten ein Gefrierschrank oft mit eigenem Motor Lebensmittel und Flüssigkeiten gefrieren lässt.

Bequemlichkeit beim Ein- und Ausräumen, aber auch bessere Übersicht und die Erleichterung der Reinigung waren somit gegeben. Bei all diesen immer weiter optimierten Funktionsbereichen für unterschiedliche Lebensmittel ist es nicht verwunderlich, dass Kühlschränke seit einigen Jahren tendenziell größer werden und mehr Volumen haben.

Daran kann man erkennen, dass die Menschen immer seltener einkaufen wollen, auf Angebote achten, größere Mengen kaufen und bei einem sorgfältigen Transport vom Geschäft nach Zuhause der optimierten Kühlfunktion ihres Kühlschranks vertrauen. So eine Liste könnte in Zukunft direkt einem Lebensmittellieferanten zugehen, der die Waren mit einer Kühl-Drohne in kurzer Zeit anliefert.

Mitte der 1950er Jahre gab es die ersten hocheingebauten Kühlgeräte. (Foto: AMK)
Mitte der 1950er Jahre gab es die ersten hocheingebauten Kühlgeräte. (Foto: AMK)
Mit der Weiterentwicklung des Kühlschranks reduzierte sich die Kaufhäufigkeit von Lebensmitteln. Hausfrauen und Kinder waren froh über die hinzugewonnene Zeit. (Foto: AMK)
Mit der Weiterentwicklung des Kühlschranks reduzierte sich die Kaufhäufigkeit von Lebensmitteln. Hausfrauen und Kinder waren froh über die hinzugewonnene Zeit. (Foto: AMK)
Der Trend geht zum Großkühlschrank mit mehr als 300 Litern Fassungsvermögen und unterschiedlichen Nutzungszonen, der als Solitär an einer Küchenwand stehen oder eingebaut sein kann. (Foto: AMK)
Der Trend geht zum Großkühlschrank mit mehr als 300 Litern Fassungsvermögen und unterschiedlichen Nutzungszonen, der als Solitär an einer Küchenwand stehen oder eingebaut sein kann. (Foto: AMK)

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